Stadt Lüdenscheid

Kommune / Nordrhein Westfalen / 86,73 km² / 75.669 EW

Website: www.klimaschutz-luedenscheid.de

Kontakt: sara.kunkel@luedenscheid.de

Twinningpartner: Herten

 

Was wir bereits im Klimaschutz erreicht haben...

Mithilfe der finanziellen Ausstattung aus der nationalen Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums und des Engagements einzelner Ratsmitglieder konnte Lüdenscheid trotz Haushaltssicherungskonzept bereits Ende des Jahres 2010 ein integriertes Klimaschutzkonzept (IKSK) vorlegen. Die im IKSK zugrunde gelegte THG-Bilanzierung ergab eine Gesamtemission von 718 Tausend Tonnen THG im Jahr 2007, die aus einem Endenergieverbrauch von insgesamt rund 2.200 GWh (Gigawattstunden) im selben Betrachtungszeitraum resultiert. Es zeigte sich, dass vor allem in der Mobilität (37%), im Gebäudebestand (27%) und in der Energieerzeugung (26%) THG-Minderungspotentiale realisiert werden können. Das Potential der kommunalen Liegenschaften wird auf lediglich 4% beziffert. Hierbei sollte jedoch die Vorbildwirkung von durchgeführten Energieeffizienzmaßnahmen und die gute Umsetzbarkeit auf Grund der unmittelbaren Zuständigkeit der kommunalen Verwaltung nicht unterschätzt werden.

Im Juni 2011 wurde die tatsächliche Umsetzung und die Schaffung einer befristeten Klimaschutzstelle innerhalb des Fachdienstes für Umwelt und Freiraum im Fachbereich Planen und Bauen durch den Rat der Stadt Lüdenscheid beschlossen. Die erste Klimaschutzmanagerin konnte daraufhin im Sommer 2012 mit der Umsetzung einer Auswahl der insgesamt 56 Einzelmaßnahmen beginnen. Mit heutigem Stand, also kurz vor Ablauf der fünfjährigen Förderperiode und zwischenzeitlicher Neubesetzung der Klimaschutzstelle im Anschlussvorhaben, konnten bereits 15 Maßnahmen aus dem IKSK umgesetzt werden.

Im Detail handelt es sich dabei im folgende Maßnahmen:
• Klimaschutz an Schulen (Fortsetzung erforderlich),
• Haus zu Haus Energieberatung,
• Hydraulischer Abgleich und Heizungsoptimierung,
• Windkraftausbau,
• Infrastruktur für Elektromobilität,
• Optimierung der Parkraumbewirtschaftung,
• Potentialuntersuchung KWK,
• Evaluierung des IKSKs,
• Koordinierungsstelle Klimaschutz,
• Energieeffizienz in der Straßenbeleuchtung,
• Allianz für Klimaschutz,
• Bürgerfonds für Klimaschutz,
• Öffentlichkeitsarbeit für ÖPNV,
• Ökostrom für kommunale Liegenschaften und
• die Durchführung von Ökoprofit.

Jenseits vom Klimaschutzkonzept konnten folgende weitere Aktivitäten umgesetzt werden:
• Plant for the Planet an zwei Lüdenscheider Schulen,
• Teilnahme beim RegioTwin Projekt der Universität Kassel,
• Durchführung einer Schulung für nachhaltige Beschaffung,
• Erstellung von Klimapaketen zum Neubürgerempfang,
• Organisation und Durchführung eines „Aktionstag Elektromobilität“,
• der Umbau des veralteten Heizwerks Wehberg in ein modernes BHKW,
• flächendeckende Umstellung des Grundtarifs der Lüdenscheider Stadtwerke auf
„Grünstrom“ und
• die Umsetzung des Elektromobilitätsgesetzes.

Detaillierte Informationen zu den umgesetzten Projekten erhalten Sie auf unserer Homepage www.klimaschutz-luedenscheid.de.
Mit Ende der Förderperiode des Klimaschutzmanagements (November 2017) werden die jährlichen gesamtstädtischen Emissionen nach aktueller Prognose um rund 80.000 Tonnen THG reduziert sein. Angesichts des im IKSK festgestellten Ausgangswertes von 718.000 Tonnen entspricht das einer Reduzierung von über 11%. Trotz des großen Erfolges ist eine Fortführung der Lüdenscheider Klimaschutzaktivitäten nach dem Ende der Förderperiode der nationalen Klimaschutzinitiative im November 2017 angesichts der angespannten Haushaltslage nicht gesichert.


Unsere größten Herausforderungen sind...

Eine große Herausforderung ist die finanziell desolate Lage der Stadt Lüdenscheid, die weder ausreichend personelle noch finanzielle Kapazitäten ermöglicht, um Klimaschutzaktivitäten im angemessenen Umfang und langfristig durchzuführen. Da Klimaschutz zu den freiwilligen Aufgaben einer Kommune zählt stehen hier alle Ausgaben unter besonders kritischer Beobachtung. Ein Lösungsansatz bietet daher die Einbindung von klimaschutztechnischen Belangen in Maßnahmen, die ohnehin durchgeführt werden sollen. Für die Mehrkosten können oftmals Fördermittel beantragt werden. Auch die Nutzung von kostenlosen Angeboten erscheint attraktiv.

 

Unsere nächsten Ziele sind...

Die Fortsetzung der Klimaschutzaktivitäten nach dem Ende der Förderperiode.

 

Im Twinning-Jahr steht für uns im Vordergrund...

Der Austausch über fachliche, organisatorische und strategische Ansätze mit unserer Partnerstadt Herten, gemeinsame Workshops und Events (z.B. LED-Tauschtag).