Landkreis Teltow-Fläming

Landkreis / Brandenburg / 2.092 km² / 165.000 EW

Website: www.teltow-flaeming.de / www.teltow-flaeming.de/klimaschutz

Kontakt: Andreas.Bleschke@teltow-flaeming.de, Werina.Neumann@teltow-flaeming.de

Twinningpartner: Landkreis Gießen

 

Was wir bereits im Klimaschutz erreicht haben...

Bereits seit 2007 ist Klimaschutz ein wichtiges Thema im Landkreis Teltow-Fläming. Das hat gute Gründe: Eine treibhausbedingte Erhöhung der globalen Durchschnittstemperatur von mehr als 2 Grad Celsius wird zu nicht mehr umkehrbaren Klimaänderungen mit radikalen Änderungen der Lebensverhältnisse führen. Vor diesem Hintergrund ergreift auch der Landkreis Teltow-Fläming aktiv Maßnahmen, um die Programme und Leitlinien der UN, der EU, des Bundes und des Landes Brandenburg effizient umzusetzen. So wurde der Klimaschutz im Leitbild des Landkreises verankert und das kreisliche Energiespar- und Klimaschutzprogramm aus dem Jahre 2008 mittlerweile zweimal fortgeschrieben. Es gibt mehr als 14 Beschlüsse von Kreistag und Kreisausschuss zu regionalen Klimaschutzmaßnahmen sowie mehrere Petitionen an Bund und Land.


Der Kreistag Teltow-Fläming befürwortete im Jahr 2010 die Bildung einer Klimaschutzkoordinierungsstelle mit zwei Beschäftigten. Diesen obliegt unter anderem die Vernetzung kreisinterner, regionaler und überregionaler Akteure auf dem Gebiet von Energiespar- und Klimaschutzmaßnahmen. Im Ergebnis eines steten Datenmonitorings werden geeignete Maßnahmen zur Erhöhung der Energieeffizienz und der Reduzierung des Energiebedarfs initiiert und begleitet. Dies geschieht sowohl in Kommunen und Unternehmen als auch bei Bürgerinnen und Bürgern. Deren Sensibilisierung für das Thema und eine gezielte Öffentlichkeitsarbeit bilden insofern weitere Schwerpunkte der Arbeit der Klimaschutzkoordinierungsstelle.

Durch das Bildungsprojekt „Energiesparmodell an Schulen“ wird seit 2012 allein in den 11 kreislichen Schulen der Kohlendioxidausstoß um mehr als 300 t/Jahr reduziert. Schüler werden zudem durch die Nutzung von Messgeräten der vom BMUB und BMEL geförderten  „KlimaKiste“, „Aktion Klima Mobil“ sowie Materialien der „Aktion Wald!“ an die Themen Energiesparen, Natur.- und Klimaschutz herangeführt.


Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kreisverwaltung und aus Kommunen des Landkreises sowie Bürgerinnen und Bürger und Unternehmen wurden in den vergangenen Jahren hinsichtlich nachhaltiger Beschaffung und Energiesparen geschult. Dafür wurden unter anderem Wanderausstellungen, Vorträge, Broschüren in der Bürgerinformation und auch der Internetauftritt des Landkreises als Informationsquellen genutzt. Ergänzt wird das Spektrum durch die Ausstattung der Bibliotheken mit Energiemessgeräten zur Ausleihe, Veranstaltungen wie dem Energietag im Rahmen der jährlichen Wirtschaftswoche, Tage der offenen Tür oder  Besuche von Schulklassen im Kreishaus.


Die Multiplikation des gesammelten Wissens erfolgt beispielweise:
•    durch die Mitarbeit in Gremien wie dem Aktionsbündnis Klimaschutz 2020 der Bundesregierung
•    durch Vorträge auf Kolloquien des Deutschen Wetterdienstes, des Umweltministeriums des Landes Brandenburg, aber auch des Internationalen Instituts für Nachhaltigkeitsstudien (IASS)
•    Referate beim internationalen Erfahrungsaustausch zu Energiesparmodellen in Schulen auf Einladung des BMUB in Rumänien

Wertschätzung erfahren die vielfältigen Klimaschutzaktivitäten des Landkreises unter anderem durch
•    die Aufnahme in das Klima-Bündnis e. V. (2011)
•    die Anerkennung als 100-EE-Region (2012)
•    das Zertifikat des BMU bzgl. der Teilnahme an der „Aktion Klima“ (2013)
•    Positive Bewertung in internationalen Vergleichsstudien (TEA 2013)
•    die Auszeichnung des „Schulprojektes“ als Modellprojekt des Jahres 2014 (DIfU)
•    die Auszeichnung des „Schulprojektes“ als Modellprjekt des Monats 2014 (SK:KK)
•    die Auszeichnung mit dem „Good-Practice-Energieerffizienz-Label“ der dena (2014)
•    umfangreiches Presseecho (Stadt+Werk (2013), Wirtschaftsbild (2015), Tageszeitungen
•    die aktuelle Auswahl als einer von bundesweit 20 Regio-Twinning-Partnern
u. v. m.

Unsere größten Herausforderungen sind...

… täglichen Koordinierung, Umsetzung und Verstetigung der vielschichtigen Maßnahmen – und das bei laufendem Verwaltungsbetrieb. Schließlich gilt es, zahlreiche Akteure in der Politik, der Verwaltung, in Unternehmen sowie Bürgerinnen und Bürger davon zu überzeugen, dass es wichtig ist, den Energiebedarf eines jeden Einzelnen zu senken.
Einerseits spart so  jeder nicht nur Geld, sondern trägt auch dazu bei, „Eisbären zu retten“, wie es z. B. die Tochter (8) des Klimaschutzkoordinators auszudrücken pflegt, wenn sie die eine oder andere Lampe ausschaltet, die versehentlich noch leuchtet.

Unsere nächsten Ziele sind...

•    die Realisierung von PV-Dachanlagen auf kreiseigenen Gebäuden
•    die Verstetigung der erfolgreichen Energiespar- und Klimaschutzprojekte und sowie der Netzwerkarbeit
•    die Verabschiedung eines Beschaffungsleitfadens,
•    die Vertiefung der Beratungsangebote für kleine mittelständische Unternehmen
•    sowie nachhaltiger Tourismus.

 

Im Twinning-Jahr steht für uns im Vordergrund...

… der rege Erfahrungsaustausch mit unserem Twinning-Partner, dem Landkreis Gießen, und natürlich auch mit der Uni-Kassel.
Wir freuen uns auf ein vertrauensvolles Miteinander auf Augenhöhe und erwarten viele Impulse für jeden der beteiligten Kooperationspartner. Ziel ist es, einen aktiven Beitrag zum Erreichen der oben erwähnten globalen Klimaschutzschutzziele zu leisten.
Es ist effizienter, vorhandene Lösungen auszutauschen als das Rad/die LED/ … immer wieder neu erfinden zu müssen – letztlich ist die klimafreundlichste Kilowattstunde diejenige, die nicht verbraucht wird.