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Nidda und Schotten

Städtepartnerschaft / Hessen / 252 km² / 28.300 EW

Websiten: www.nidda.de ; www.schotten.de

Kontakt: b.herbst@nidda.de

Twinningpartner: Bad Hersfeld

Was wir bereits im Klimaschutz erreicht haben...

Beide Städte haben bereits Klimaschutzkonzepte erstellt,  Nidda im Jahr 2013 und Schotten im Jahr  2012. Öffentliche Dachflächen werden in Zusammenarbeit mit lokalen und regionalen Initiativen, wie  Erneuerbare Energien für Schotten e.V. & Mittelhessische Energiegenossenschaft, für Bürgersolaranlagen verpachtet. Außerdem sind Windenergieanlagen mit insgesamt 4,2 MWp Leistung installiert und es gibt zwei Biogasanlagen zur Verwertung landwirtschaftlicher Reststoffe von je 250 kWth und 250 kWel. Zug um Zug werden nun auch die öffentlichen Liegenschaften energetisch saniert. Im Jahr 2014 wurde die komplette Straßenbeleuchtung auf LED umgerüstet. Es gibt bereits verschiedene kleine Informations- und Beratungsangebote für Bürger zum Thema Energiesparen und seit 2012 einen Aktionstag zum Radfahren durch autofreien Tag auf der Bundesstraße zwischen Nidda und Schotten. In 2015 wurde eine Vereinbarung zur Interkommunalen Zusammenarbeit im Klimaschutz mit künftigem gemeinsamen Klimaschutzmanager geschlossen. 

Unsere größten Herausforderungen sind...

Die effiziente Ansprache der Bürger ist bei mehr als 20 Ortsteilen auf einer Fläche von 250 km² eine große Herausforderung. In unserer stark ländlich geprägten Region ist das Eigentumsdenken – auch bei der Energieversorgung – sehr ausgeprägt. Auf der anderen Seite haben wir in den kleinen Ortschaften aber auch einen guten Zusammenhalt der Dorfgemeinschaften. Den Gegensatz dazu stellen die Kernorte und Stadtzentren dar, die durch eher städtische Sozialgemeinschaften geprägt sind. Eine weitere Herausforderung ist die Energieeffizienz bei der sozialen Infrastruktur. Da fast jeder Ort sein Bürger- oder Dorfgemeinschaftshaus, einen Kindergarten, Friedhof und andere soziale Einrichtungen besitzt, stellen die energetische sowie die technische Sanierung dieser Einrichtungen hohe Anforderungen. Auch im Privatbereich ist das Thema energetische Sanierung nicht immer leicht zu bewerkstelligen da die Orte einen hohen Anteil denkmalgeschützter Gebäude haben. Zudem ist das Thema Mobilität eine große Herausforderung. Als Pendlerregion im Einzugsbereich der Arbeitszentren Frankfurt, Gießen und Fulda sowie der starken Dezentralisierung der Wohnlagen haben wir einen hohen Anteil an Individualverkehr, der nicht einfach auf den ÖPNV umgelagert werden kann, da die  Verbindungsmöglichkeiten außerhalb des Schulverkehrs stark eingeschränkt sind. Mit der interkommunalen Zusammenarbeit wollen wir uns diesen Themenfeldern verstärkt annehmen und durch gemeinsame Konzepte eine Stärkung und Belebung der Region erwirken.

Unsere nächsten Ziele sind...

Die Einführung eines gemeinsamen Klimaschutzmanagements für Nidda und Schotten mit einer geförderten Stelle für einen Klimaschutzmanager.  Die Vernetzung lokaler und Regionaler Akteure zur Förderung von Klimaschutzaktivitäten und  die Verstärkung des Beratungs- und Informationsangebotes für Bürger. Außerdem der Ausbau der Energiegewinnung aus erneuerbaren Energien sowohl kommunal als auch privat und die energetische Optimierung öffentlicher Liegenschaften.

Im Twinning-Jahr steht für uns im Vordergrund...

Für die Etablierung des gemeinsamen Klimaschutzmanagement zur Umsetzung der geplanten Klimaschutzaktivitäten der Städte Nidda und Schotten ist noch ein wenig organisatorische Vorarbeit erforderlich, damit die Aktivitäten im neuen Jahr problemlos starten können. Durch den Aufbau einer gezielten und zugehenden Beratungskampagne für die Bürger wollen wir das Bewusstsein für die Einsparmöglichkeiten im Privathaushalt stärken. Dafür möchten wir von den Erfahrungen der Stadt Bad Hersfeld profitieren und gemeinsam ein Konzept entwickeln. Zudem möchten wir eine Begegnung der politischen Entscheidungsträger zwischen unseren Kommunen forcieren, damit die „Neulinge“ bei offensivem Klimaschutz von den Maßnahmen und Erfahrungen der „alten Hasen“ lernen, wie Klimaschutzmaßnahmen wirken können.