Bitte aktivieren Sie Javascript!

Landkreis Fürstenfeldbruck

1892: Wasserkraftwerk Schöngeising
2003: Bürgersolaranlage auf Schuldach
2014: 1. Windrad

Landkreis/ Bayern / 453 km² / 206.500 EW

Website: www.lra-ffb.de

Kontakt: klimaschutz(at)lra-ffbdotde ; zierl(at)ziel21dotde

Twinningpartner: Wetteraukreis

Was wir bereits im Klimaschutz erreicht haben...

Bereits seit dem Jahr 2000 ist es unser landkreisweites und parteiübergreifendes Ziel bis zum Jahr 2030 komplett auf erneuerbare Energien umzusteigen (dabei wird jedoch keine Autarkie angestrebt, da der Landkreis doppelt so dicht besiedelt ist, wie der deutsche Durchschnitt). In den Jahren 2011 und 2012 wurde ein integriertes Klimaschutzkonzept für den Landkreis und seine 23 Städte und Gemeinden erstellt und im Jahr 2015 wurde eine Klimaschutzmanagerin eingestellt. Bereits sehr früh wurden in fast allen der 23 Gemeinden im Landkreis Bürgersolaranlagen auf Schuldächern errichtet sowie einige große PV-Freiflächenanlagen. Photovoltaik deckt aktuell ca. 15% des Stromverbrauches. In den letzten Jahren hat der Landkreis auch den Einstieg in die Windenergienutzung gefunden. Es  wurde ein Teil-Flächennutzungsplan für Windkraft erstellt, der aber zurzeit wegen der bayerischen 10H-Regelung auf Eis liegt. Das erste Windrad ging im Dezember 2014 in Betrieb, das zweite voraussichtlich im Herbst 2015. In fast allen Gemeinden wird die Straßenbeleuchtung schrittweise oder komplett auf LED umgestellt. Es gibt viele vorbildliche klimafreundliche kommunale Gebäude (Sanierung und Neubau) und die Nahwärme-Versorgung wird durch kommunale Energieversorger ausgebaut (teils Biomasse, teils Abwärme Müllverbrennung, teils Erdgas/Biomethan). Außerdem werden kostenlos Erst-Energieberatungen angeboten. Der Busverkehr im Landkreis wird, dank der ÖPNV-Stabsstelle im Landratsamt, kontinuierlich ausgebaut. Dabei kommen auch innovative Techniken, wie Hybridbusse, zum Einsatz. Zudem wird zur Information und Beteiligung der Bürger intensiv Öffentlichkeitsarbeit betrieben, zum Beispiel auf Messen und Veranstaltungen oder mit Bildungsprojekten in Kindergärten und Schulen.

Unsere größten Herausforderungen sind...

Durch die Lage im „Speckgürtel“ Münchens herrscht starker Wohnungsdruck. Dadurch hat die Energieeffizienz gerade bei Privatpersonen, aber auch bei KMUs nicht oberste Priorität. Hier müssen Strategien entwickelt werden um die Menschen zu erreichen.
Im Bereich der erneuerbaren Energien bestehen noch große ungenutzte Potenziale. Die Photovoltaik ist auf den Dächern in den größeren Gemeinden und Städten noch deutlich unterrepräsentiert. Dazu hat auch die schlechte Presse auf Bundesebene beigetragen. Der Ausbau der Windkraft wird durch die bayerische 10H-Regelung gebremst, obwohl Potenzial vorhanden ist. Hier wollen wir wieder mehr Schwung reinbringen.
Außerdem wird die Verkehrsbelastung im städtisch geprägten östlichen Landkreisteil zwar von allen als Problem wahrgenommen, trotzdem sind Einschränkungen für PKWs ein Tabu. Wir wollen die Fahrradfreundlichkeit erhöhen und so die Menschen zum schrittweisen Umstieg vom Auto aufs Fahrrad, zum ÖPNV oder dem Zufußgehen motivieren. Vorbild ist dabei die „Stadt der kurzen Wege“.

Unsere nächsten Ziele sind...

Wir wollen ein Solarkataster erstellen und eine Photovoltaik-Kampagne durchführen. Außerdem wollen wir Best-Practice-Beispiele zur Gebäudeeffizienz auf einer neuen Website darstellen, Thermografie-Spaziergänge anbieten, Hausmeisterschulungen durchführen und kommunales Energiemanagement einführen. Radschnellwege und die Ladeinfrastruktur für Pedelecs sollen ausgebaut werden. Zudem sollen eine Wohnstandortberatung sowie eine regionale Mitfahrbörse angeboten und ein E-Carsharing Angebot aufgebaut werden.  

Im Twinning-Jahr steht für uns im Vordergrund...

Uns mit unserem Partner auf den gemeinsamen Gebieten auszutauschen, voneinander zu lernen und so beim Klimaschutz schneller voranzukommen, als wir es alleine könnten.