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AktivRegion Nordfriesland Nord

Foto: C. Sönnichsen

Foto: A. Birresborn
Foto: A. Birresborn

Region / Schleswig-Holstein / 900 km² / 60.000 EW

Website: www.aktivregion-nf-nord.de

Kontakt: s.rietz@aktivregion-nf-nord.de

Twinningpartner: Landkreis Hildesheim

Was wir bereits im Klimaschutz erreicht haben...

Unsere Region weist die höchste Dichte an Ladeinfrastruktur und Elektrofahrzeugen in Schleswig-Holstein auf. Außerdem konnten fossile Energieträger im Wärmebereich durch ca. 20 installierte Nahwärmenetze an Biogasanlagen verdrängt werden, die Ortschaften und kommunale Liegenschaften beheizen (teilweise dezentrale Verstromung über Satelliten-BHKW im Stadtgebiet). Durch Feldversuche mit alternativen Energiepflanzen (Zwischenfruchtgemenge und Blühmischungen) schaffen wir Biodiversität und wirken dem monokulturellen Anbau von Mais entgegen. Des Weiteren wurden bei uns eine Reihe von Studien durchgeführt, unter anderem zur Nutzung regionaler Bioreststoffe (Bio- und Grünabfall) und zu bisher wenig genutzter Biomasse (Treibsel). Es wurde ein Nutzungskonzept für Biomethan erstellt und die Möglichkeit geprüft aufgereinigtes Biogas ins Erdgasnetz einzuspeisen bzw. einer direkt an Biomethantankstellen zu vermarkten. Außerdem wurden Untersuchungen zur Umsetzung der Technologie Power-to-Gas an einem Standort bei Niebüll durchgeführt. Auch im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit haben wir schon einiges erreicht, dazu gehören ein Magazin zum Thema „Erneuerbare Energien“, ein Fotowettbewerb mit Fotokalender und Wanderausstellungen zum Thema „Erneuerbare Energien und Klimaschutz“ sowie die Unterstützung von Schulprojekten.

Unsere größten Herausforderungen sind...

Die Überproduktion von Strom in der Region durch eine extrem hohe Dichte an Windkraftanlagen. Stromspeicherung und Wandlung (Power-to-Heat, Power-to-Gas) sind daher Zukunftsthemen, denen wir uns stellen müssen. Ebenso die Anpassung von Stromerzeugungsanlagen an das Strommarktdesign der Zukunft (Regelmarkt) sowie die Flexibilisierung. Durch die sehr hohe Dichte an Biogasanlagen fallen hohe Mengen an Gärresten an, deren Nutzung optimiert werden muss (z.B. Produktion von Ammoniumsulfat-Lösung (ASL) zu Düngezwecken und Pellets zu thermischen Zwecken). Eine Zukunftsaufgabe ist auch der Umgang mit dem demographischem Wandel im Gebäudebestand, der Leerstände und Sanierungsstau bei Altbauten nach sich zieht sowie die Entsorgungsproblematik bei Gebäudesanierungen (Wärmedämmverbundsysteme). Als Herausforderungen stehen außerdem die Anwendung „neuer“ Technologien beim Betrieb von Wärmenetzen („kalte Fernwärme“) und der Aufbau mehrvalenter Konzepte (z.B. Kombination von Solarthermie und Holzhackschnitzeln) an.

Unsere nächsten Ziele sind...

Die Begleitung eines Power-to-Gas Vorhabens (vermutlich zunächst noch ohne die Stufe der Methanisierung) sowie Projekte im Förderschwerpunkt „Klimawandel und Energie“ der AktivRegion (LEADER-Region) in der aktuellen Förderperiode (2015 – 2020) umzusetzen.

Im Twinning-Jahr steht für uns im Vordergrund...

Austausch und Wissenstransfer mit dem Twinning-Partner, Partizipation an dessen Ideen und Vorstellungen und gemeinsame Veranstaltungen durchführen.