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Frankfurt am Main

Kommune / Hessen / 248 km² / 708.543 EW

Website: www.energiewende-frankfurt.de

Kontakt: andrea.graf(at)stadt-frankfurtdotde ; nathalie.kohlschuetter(at)stadt-frankfurtdotde

Twinningpartner: Düsseldorf

Was wir bereits im Klimaschutz erreicht haben...

Es wurden umfangreiche Kompetenzen in den Sektoren Strom, Wärme und Mobilität aufgebaut. Außerdem wurden lokale Maßnahmen zur Umsetzung der Vision 100% erneuerbare Energien bis 2050 entwickelt und mit hochaufgelösten Szenarien wurde ihre Machbarkeit und Wirtschaftlichkeit belegt. Die Stadt ist sowohl auf lokaler als auch auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene intensiv vernetzt und bindet sowohl die Stadtgesellschaft als auch die Region in die Prozesse ein.

Zu unseren größten Erfolgen zählt, dass das Energiereferat seit 25 Jahren als kommunale Energieagentur aktiver Bestandteil der  Frankfurter Stadtverwaltung und Impulsgeber u.a. für zukunftsweisende Beschlüsse, wie etwa 1992 den BHKW-Beschluss oder 2006 den Passivhaus-Beschluss, ist. Außerdem wurde die erste CO2-Bilanz bereits im Jahr 1995 erstellt, eine Aktualisierung erfolgte 2008. Aktuell wird die CO2-Bilanz fortgeschrieben für das integrierte Klimaschutzkonzept (Masterplan 100% Klimaschutz) mit dem Ziel: 100% EE bis 2050. Gegenüber 1990 wurde eine Senkung der CO2-Emissionen pro Kopf um 15% erreicht und das bei einer Steigerung der Wirtschaftskraft um über 50% und einer Zunahme von Bürofläche um über 80%.

Eine Auswahl umgesetzter Best Practice Projekte:

  • Mitinitiator des „Stromspar-Check PLUS“ (Projekt für einkommensschwache Haushalte, das mittlerweile bundesweit erfolgreich umgesetzt wird)
  • Förderprogramm „Frankfurt spart Strom“ (Prämienmodell für energiesparende Haushalte, KMU, Vereine und Religionsgemeinschaften) / „E-Club“ (Prämienmodell für Haushalte mit einjährig moderierter Stromspar-Internetplattform)
  • Klimaschutzstadtplan / Klimatours (energieeffiziente Anlagen und Gebäude entdecken: online / live) 
  • KlimaSparbuch (Literatur zum klimafreundlichen Konsum inkl. Gutscheinen)
  • Energiepunkt FrankfurtRheinMain e.V. (kostenfreie Beratungsstelle für Bauherren, Modernisierer und Mieter: Vom Einsatz alternativer Energien bis zur Wärmedämmung)
  • Stadtwandeln (Stadtrundgänge zu Orten / Initiativen, bei denen Suffizienz erlebbar ist)
  • Infopakete zu diversen Energiethemen (z.B. Solarthermie)
  • künstlerisch gestaltete Infostände (komplexe Informationen leicht verpackt)
  • Best-Practice-Projekte städtischer Eigenbetriebe:
  • Fernwärmenetzverbund als Erzeugungs- und Versorgungsstrategie
  • elektromobile Sharingsysteme als Zusatzleistung von Wohnungsbaugesellschaften

Unsere größten Herausforderungen sind...

Zum einen gibt es eine Reihe von Herausforderungen struktureller Art, dazu gehören ein fortsetzender Anstieg der Einwohnerzahl, eine sehr hohe Pendlerquote (täglich zusätzlich rund 300.000 Einpendler in der Kommune) und eine sehr hohe Besucherquote (Messe- und Kongressstadt). Ebenso die Rolle Frankfurts als nationaler bzw. internationaler Mobilitätsknotenpunkt sowie wichtigster Datenknoten Europas (Rechenzentren-Fläche 2010: 400.000qm; 2050: 800.000qm). Zudem liegt einer der größten Industrieparks Deutschlands im Stadtgebiet (Industriepark Höchst). 

Auf der anderen Seite gibt es Herausforderungen kommunikativer Art, denn visionäres Arbeiten inkl. Szenarienerstellung erfordert die Heranführung, Aufklärung und Anleitung potentieller Akteure.  Monitoring muss praxisfreundlich gestaltet sowie transparent und nachvollziehbar kommuniziert werden. Außerdem müssen diffuse, kurzlebige Tagesmeldungen zur Energiewende zu kompensiert werden, zum Beispiel  durch konsequente Umsetzung der ermittelten Maßnahmen vor Ort.

Unsere nächsten Ziele sind...

Die Umsetzung von Maßnahmen, die neben CO2-Reduktion außerdem die lokale Energiewen sichtbar und erlebbar machen , die Fertigstellung des Regionalen Energiekonzepts und die Verstetigung aufgebauter Strukturen und Netzwerke.

Im Twinning-Jahr steht für uns im Vordergrund...

Die Synergien zweier Kommunen mit vergleichbaren Strukturdaten im Rahmen unterschiedlicher Austauschformate, wie etwa Study-Touren oder Workshops, zu ermitteln und übertragbare Best Practice Konzepte des Twinning-Partners zur Beschleunigung der  eigenen CO2-Reduktion nutzen (wie etwa E-Carflex Business, Dächer für Bürgersolaranlagen, Öko-Cent, KiQ). Außerdem wollen wir die Wahrnehmung unserer Rolle als Masterplankommune steigern.